Ratgeber Ausbildung

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Ausbildung verkürzen - wann ist es sinnvoll und wann nicht?

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Ausbildung verkürzen - wann ist es sinnvoll und wann nicht?

Redaktion | 28. Sep 2021 | Kategorien: Ausbildung
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Du denkst darüber nach, die Ausbildung zu verkürzen, weißt aber nicht, ob das sinnvoll ist? Hier erfährst du, wann das Verkürzen der Ausbildung Sinn macht – und wann du lieber die reguläre Ausbildungszeit nutzen solltest.

Wer kann die Ausbildung verkürzen?

Alle Infos zu dieser Frage bekommst du in unserem Artikel "Ausbildung verkürzen - so geht´s!". Kurz zusammengefasst kannst du die Ausbildung verkürzen mit:

  • beruflicher Vorbildung,
  • Abi oder Fachabi,
  • besonders guten Noten und
  • bereits abgeschlossener oder begonnener Berufsausbildung.

 

Wann macht eine Verkürzung Sinn?

Die Ausbildungsverkürzung gibt es, damit besonders begabte Menschen oder solche, die bereits entsprechende Vorkenntnisse haben, nicht unnötig lange an die festgelegte Ausbildungszeit geknüpft sind. Deshalb gilt: Wenn du dich sicher fühlst in dem, was du gelernt hast, spricht nichts dagegen, die Ausbildungsdauer zu verkürzen. Du kommst so schneller an dein Ziel, richtig in den Beruf zu starten.

Aber: Natürlich hast du auch mehr Druck und Stress sowie weniger Freizeit. Hast du also Bedenken, den Stoff von 3 Jahren z.b. in 2 Jahren zu erlernen, solltest du mitunter bei der regulären Ausbildungsdauer bleiben.

Ein Tipp: Wenn du dir unsicher bist, sprich mit deinen Lehrer/innen in der Berufsschule und deiner Ausbilderin oder deinem Ausbilder darüber und hol dir ihre Meinung ein.

 

Das kann für eine Verkürzung der Ausbildung sprechen

  • Mit dem Berufseinstieg bekommst du schneller volles Gehalt.
  • Es kommt keine Langeweile auf, vor allem, wenn du bereits in dem Bereich gearbeitet hast.
  • Du machst einen guten Eindruck auf andere Arbeitgeber, wenn du deine Ausbildung wegen sehr guter Leistung früher abschließen konntest.

Übrigens: Sollte es bei der Abschlussprüfung Probleme geben, kannst du diese nachholen. Dieser zweite Versuch wird nicht vermerkt.

 

Das kann gegen eine Verkürzung sprechen

  • Mehr Lernstoff in weniger Zeit – du brauchst gute Nerven und hast weniger Freizeit.
  • Du brauchst eine hohe Eigenmotivation.
  • Es gibt auch Arbeitgeber, die gegen eine Verkürzung sind.

 

Hilfe bei der Entscheidungsfindung

Um zu entscheiden, ob eine verkürzte Ausbildung für dich sinnvoll ist, solltest du auch mit deinem Ausbilder oder deiner Ausbilderin über die Unterschiede der regulären Ausbildung und der verkürzten Ausbildung im Betrieb sprechen. Welche Bereiche lernst du in der regulären Ausbildungszeit kennen und wie lange? Wie sieht das bei einer verkürzten Ausbildung aus? Durchläufst du hier mehr Bereiche in kürzerer Zeit? Gibt es trotzdem Projektarbeiten?

 

Wie läuft die Verkürzung ab?

Sprich als erstes deine Ausbilderin oder deinen Ausbilder auf eine Verkürzung an – denn dein Betrieb muss dieser zustimmen. Falls du bereits mit dem Wunsch der Verkürzung in die Ausbildung startest, kannst du diese schon mit der Unterzeichnung des Ausbildungsvertrages beantragen. Während der Ausbildung gilt, dass der Antrag innerhalb der ersten 12 Ausbildungsmonate gestellt werden muss. Und zwar stellst du ihn gemeinsam mit deinem Ausbildungsunternehmen bei der zuständigen Kammer, also z.B. der IHK. Der Hauptausschuss des Bundesinstituts für Berufsbildung entscheidet dann über die Verkürzung.

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