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Fertigungsmechaniker/in

Tätigkeiten und Ausbildungsinhalte

Aus Einzelteilen Großes bauen

Eins haben Auto, Geschirrspüler und Verpackungsmaschine gemeinsam: Sie alle werden aus vielen Einzelteilen zusammengebaut. Als Fertigungsmechaniker ist genau das deine Aufgabe! Du bist Spezialist für die Montage von Bauteilen oder Baugruppen zu Fahrzeugen, Maschinen oder Geräten.

Durch Verschrauben, Löten oder Kleben sorgst du dafür, dass jedes Einzelteil an den richtigen Platz kommt und alles einwandfrei funktioniert. Dabei richtest du dich nach technischen Zeichnungen und Montageplänen. Hast du eine Idee, wie die Montage optimiert werden könnte, baust du das entsprechende Werkzeug und sorgst so für einen noch besseren Ablauf der Produktion.

Neben der Montage lernst du in der Ausbildung zum Fertigungsmechaniker auch, wie du den Materialfluss im Blick behältst und dafür sorgst, dass ausreichend Bauteile vorhanden sind. Auch qualitativ macht dir niemand etwas vor: Erkennst du einen Fehler oder eine Störung, behebst du diese sofort!

Ausbildung zum Fertigungsmechaniker

In 3 Jahren zum Profi

Deine 3-jährige duale Ausbildung zum Fertigungsmechaniker oder zur Fertigungsmechanikerin machst du bei Unternehmen der Automobilbranche oder des Maschinen- und Anlagenbaus. Dabei lernst du zum einen in deinem Ausbildungsunternehmen, zum anderen in der Berufsschule. Im Fokus deiner Ausbildung steht die Montage von Bauteilen und Baugruppen zu Fahrzeugen, Maschinen oder Geräten.

Außerdem sind dies deine Ausbildungsinhalte:

  • Werkstücke bearbeiten durch Feilen, Sägen, Drehen und Fräsen
  • technische Unterlagen lesen und danach Bauteile herstellen
  • elektrische Leitungen verlegen und prüfen
  • Montage- und Fertigungsprozesse planen, überwachen und optimieren
  • Produktionsanlagen einrichten und bedienen
  • die Qualität der Fertigung verbessern

Ausbildungsvoraussetzungen

Sorgfalt und Genauigkeit

Die wichtigsten Voraussetzungen, die du für eine Ausbildung zum Fertigungsmechaniker erfüllen solltest, sind handwerkliches Geschick und Spaß an handwerklicher Tätigkeit. Bei der Montage von Bauteilen kommt es außerdem auf Sorgfalt und Genauigkeit an.

In der Schule solltest du fit in Mathe sein - das hilft dir bei Berechnungen. Auch gute Physikkenntnisse sind nützlich, um die Mechanik und Elektrotechnik der Bauteile und Geräte zu verstehen.

Darüber hinaus solltest du diese Voraussetzungen erfüllen:

  • Du verstehst etwas von Technik und interessierst dich dafür.
  • Ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen hilft dir beim Lesen von technischen Zeichnungen.
  • Du bist ein guter Teamplayer.
  • Du arbeitest selbstständig und kannst Fehler eigenständig beheben.
  • Unternehmen stellen dich bevorzugt mit einem guten Realschulabschluss ein.

Weiterbildung und Perspektiven

Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Nach deiner Ausbildung zum Fertigungsmechaniker oder zur Fertigungsmechaniker kannst du überall dort arbeiten, wo Bauteile zu fertigen Produkten zusammengefügt werden. Zum Beispiel im Fahrzeugbau oder in der Herstellung von Haushaltsgeräten. Lehrgänge oder Seminare helfen dir dabei, dein Wissen aktuell zu halten. Natürlich kannst du dich auch auf bestimmte Bereiche spezialisieren, wie Fertigungstechnik, Automatisierungstechnik oder Qualitätssicherung.

Du möchtest ein paar Stufen höher steigen auf der Karriereleiter? Diese Weiterbildungsmöglichkeiten hast du als Fertigungsmechaniker oder Fertigungsmechanikerin:

Industriemeister Fachrichtung Metall

Nach abgeschlossener Weiterbildung zum Industriemeister der Fachrichtung Metall kannst du Fach- und Führungsaufgaben übernehmen. Zum Beispiel sorgst du dann in der Fertigung und Montage dafür, dass die Produktionsziele erreicht werden. Das bedeutet mehr Verantwortung und mehr Gehalt!

Technischer Fachwirt

Eine Alternative ist die Weiterbildung zum Technischen Fachwirt. Diese befähigt dich dazu, planende und organisierende Tätigkeiten im mittleren bzw. oberen Führungsbereich auszuüben.

Techniker Fachrichtung Maschinentechnik

Auch nach einer Weiterbildung zum Techniker der Fachrichtung Maschinentechnik mit Schwerpunkt Fertigungstechnik erhältst du mehr Verantwortung. Bei deinen Aufgaben steht dann die Entwicklung von Maschinen und Anlagen für Fertigungsprozesse im Vordergrund sowie die Organisation der Herstellung und Instandhaltung.

Studium

Nach der Ausbildung noch ein Studium? Warum nicht! Unter bestimmten Voraussetzungen ist ein Studium sogar ohne (Fach-)Abitur möglich, zum Beispiel, wenn du bereits eine Weiterbildung zum Meister gemacht hast. Ansonsten gilt: Mit Fachabitur oder Abitur erfüllst du die Voraussetzungen. In Frage kommt dann zum Beispiel ein Bachelorabschluss im Maschinenbau, Produktionstechnik oder Fahrzeugtechnik. Dadurch ermöglichen sich ganz neue Perspektiven.

Dein Gehalt als Fertigungsmechaniker

So viel verdienst du

Du möchtest schon in der Ausbildung gut verdienen? Dann bist du in der Metall- und Elektro-Industrie genau richtig! Wenn du nach Tarifvertrag bezahlt wirst, ist deine Ausbildungsvergütung bereits im ersten Ausbildungsjahr höher als in vielen anderen Berufen – und sie steigt jährlich an.

Auch nach deiner Ausbildung zum Fertigungsmechaniker oder zur Fertigungsmechanikerin ist dein Gehalt in der Metall- und Elektro-Industrie meist höher als in vielen anderen Branchen. Dabei spielen deine Berufserfahrung und Verantwortlichkeit eine große Rolle.

Denk daran, dass von deinem Brutto-Gehalt noch Abzüge für Steuern, Sozialversicherung usw. abgehen. Was dann übrig bleibt, ist dein Netto-Gehalt und fließt auf dein Konto.