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Produktionstechnologe/in

Tätigkeiten und Ausbildungsinhalte

Dank dir läuft die Produktion

Wenn ein neues Auto in Serienproduktion gehen soll oder neue Maschinen hergestellt werden, braucht es Spezialisten, die die Serienproduktion realisieren. Von der Entwicklung über die Testphase bis hin zur Durchführung bist du als Produktionstechnologe dabei.

Gemeinsam mit Produktentwicklern, Technikern und Ingenieuren planst du die Herstellung des neuen Produktes und findest heraus, welches Produktionsverfahren das Beste ist und welche Werkzeuge und Werkstoffe gebraucht werden.

Danach geht’s ans Eingemachte: Du richtest Anlagen ein, überprüfst die Maschinen, machst umfangreiche Tests und Messungen. In dieser Pilotphase entgeht dir nicht die kleinste Schwachstelle und du hast stets eine Idee für Verbesserungen der Produktion auf Lager. Dabei sind deine Kreativität und Konzentration immer wieder aufs Neue gefordert, denn jedes Produkt und jede Produktion ist anders!

Das lernst du in der Ausbildung

Ausbildung zum Produktionstechnologen

Duale Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule

Als Produktionstechnologe oder Produktionstechnologin hast du vielseitige Aufgaben und arbeitest dabei mit Mitarbeitern verschiedenster Bereiche zusammen. In deiner 3-jährigen Ausbildung lernst du, wie du die Vorgaben von Ingenieuren und Kunden koordinierst und das Produktionsteam zusammenhältst. Die Ausbildung findet dual statt, du lernst also sowohl live vor Ort in deinem Ausbildungsunternehmen als auch in der Berufsschule.

Das sind deine Ausbildungsinhalte:

  • Produktionsprozesse in Betrieb nehmen und ganze Testreihen fahren
  • Produktionsanlagen programmieren und logistische Abläufe für Produkte und Werkzeuge organisieren
  • Muster und Prototypen testen sowie Produktionsanlagen beurteilen und analysieren
  • Fehler in der Produktionskette erkennen und beseitigen
  • für den Informationsaustausch zwischen der Produktion und den anderen Betriebsbereichen sorgen und dich mit ihnen abstimmen

Ausbildungsvoraussetzungen

Handwerkliches Geschick ist gefragt!

Angehende Produktionstechnologen oder Produktionstechnologinnen sollten handwerklich geschickt sein und technisches Verständnis haben. Gute Noten in Mathe und Physik helfen dir, z.B. wenn du ein geeignetes Fertigungsverfahren festlegen musst.

Außerdem sind diese Fähigkeiten und Talente wichtig:

  • Informatikkenntnisse helfen dir bei der Erstellung von Steuerungsprogrammen.
  • Du kannst dir Sachen sehr gut merken.
  • Du hast ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen, das ist wichtig beim Lesen von Konstruktionszeichnungen.
  • Du hast organisatorisches Talent.
  • Du bist ein guter Teamplayer.
  • Unternehmen erwarten mindestens einen guten Realschulabschluss.

Weiterbildung und Perspektiven

Meister, Techniker & Co

Als Produktionstechnologe oder Produktionstechnologin kannst du für Industriebetriebe aller Branchen arbeiten. Zum Beispiel im Maschinen- und Anlagenbau oder im Fahrzeugbau.  Du bist gefragt, denn Unternehmen müssen immer wieder innovative Produkte entwickeln, um auf technologische Neuerungen zu reagieren.

Deine Ausbildung ist der erste Schritt ins Berufsleben. Mit einer Spezialisierung oder Weiterbildung kannst du danach deine Karrierechancen verbessern. Hier eine Auswahl deiner Möglichkeiten:

Spezialisierung auf Fachgebiete

Spezialisier dich mit Seminaren oder Kursen auf bestimmte Bereiche, wie z.B. Produktionstechnik, Instandhaltung oder Steuerung.

Weiterbildung zum Prozessmanager für Produktionstechnologie

Als Prozessmanager oder Prozessmanagerin für Produktionstechnologie nimmst du Fach- und Führungsaufgaben in der Planung, Optimierung und Steuerung von Fertigungsprozessen in der industriellen Produktion wahr.

Industriemeister Fachrichtung Metall

Auch nach abgeschlossener Weiterbildung zum Industriemeister der Fachrichtung Metall kannst du Fach- und Führungsaufgaben übernehmen. Zum Beispiel sorgst du dann in der Fertigung und Montage dafür, dass die Produktionsziele erreicht werden. Das bedeutet mehr Verantwortung und mehr Gehalt!

Techniker Fachrichtung Maschinentechnik

Eine Weiterbildung zum Staatlich geprüften Techniker der Fachrichtung Metallbautechnik verhilft dir zu mehr Verantwortung. Du entwickelt, berechnest und konstruierst Maschinen und Anlagen, montierst sie und hältst sie instand.

Studium

Warum nicht nach der Ausbildung noch ein Studium machen? Unter bestimmten Voraussetzungen dies auch ohne (Fach-)Abitur möglich, zum Beispiel, wenn du bereits eine Weiterbildung zum Meister gemacht hast. Ansonsten gilt: Mit Fachabitur oder Abitur erfüllst du die Voraussetzungen für ein Studium. Zum Beispiel ein Bachelorabschluss im Fach Produktionstechnik oder Maschinenbau. Dadurch ermöglichen sich ganz neue Perspektiven.

Dein Gehalt als Produktionstechnologe

So viel verdienst du

Du möchtest schon in der Ausbildung gut verdienen? Dann bist du in der Metall- und Elektro-Industrie genau richtig! Wenn du nach Tarifvertrag bezahlt wirst, ist deine Ausbildungsvergütung bereits im ersten Ausbildungsjahr höher als in vielen anderen Berufen – und sie steigt jährlich an.

Auch nach deiner Ausbildung zum Produktionstechnologen oder zur Produktionstechnologin ist dein Gehalt in der Metall- und Elektro-Industrie meist höher als in vielen anderen Branchen. Dabei spielen deine Berufserfahrung und Verantwortlichkeit eine große Rolle.

Denk daran, dass von deinem Brutto-Gehalt noch Abzüge für Steuern, Sozialversicherung usw. abgehen. Was dann übrig bleibt, ist dein Netto-Gehalt und fließt auf dein Konto.